Peak Oil-Studie der Bundeswehr

Das Zentrum für Transformation der Bundeswehr hat im August 2010 eine Studie zum Thema Peak Oil veröffentlicht. “Peak Oil – Sicherheitspolitische Implikationen knapper Ressourcen” ist die erste Teilstudie der Gesamtstudie “Streitkräfte, Fähigkeiten und Technologien im 21. Jahrhundert”. Das Papier und die darin gemachten Aussagen haben zwar einen militärischen Blickwinkel als Schwerpunkt, sind aufgrund der langfristigen und strategischen Sichtweise für nichtmilitärische Institutionen und Akteure besonders interessant. Die Studie schreibt Peak Oil einen bedeutsamen Einfluss auf unser künftiges Leben und unsere Wirtschaftsweise zu. Die Autoren empfehlen den Aufbau redundanter Strukturen zuungunsten der Effizienz aber zugunsten der Ausfallsicherheit sowie die Förderung der „Selbstorganisation von Bürgern auf lokalem Level“. Weitere Informationen und die Download-Möglichkeit unter http://peak-oil.com.

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Nächste planmäßige Beratung der Wendeinitiative Suhl und Umgebung

Die nächste planmäßige Beratung der Wendeinitiative Suhl und Umgebung findet am Mittwoch, den 1. September 2010, 19 Uhr im Bürgerhaus Zella-Mehlis statt.

Besichtigung des Geländes der Streuobstwiese der DEGES

Die Begehung der künftigen Obstbaumwiesen (Ausgleichsmaßnahme der DEGES auf über 10 Hektar) mit Herrn Junge vom Referat Umwelt der Stadtverwaltung Suhl findet am Mittwoch, den 4.August um 14.30 Uhr statt.
Treffpunkt ist am Orstausgang Suhl-Linsenhof Richtung Albrechts.
Dauer: ca. 2,5 Stunden

Bericht über die Exkursion nach Rieth und Rossach am 10.7.2010

Etwa 15 Personen waren der Einladung der Wendeinitiative gefolgt und wollten sich an Ort und Stelle über praktische Anwendungsbeispiele der Permakultur informieren. Der erste Aufenthalt war in Rieth südlich von Hildburghausen bei der Familie Röder. Wir wurden an diesem heißen Sommertag herzlich von Jan und Yvonne Röder mit labendem Trinkwasser empfangen.

Bei einer Führung durch den Garten am Haus konnten wir Obst und Gemüse, Beerenbüsche und Obstbäume bewundern. Wie Jan Röder erläutete, „suchen“ sich Pflanzen meisten selbst ihren optimalen Standort. Jan Röder „testet“ zunächst einzelne verschiedene Pflanzen, er beobachtet ihre natürliche Entwicklung und entscheidet dann über den weiteren Anbau der jeweiligen Pflanzensorte.

Wir betrachteten mit großem Interesse den Erdkeller im Hang als ideales kühles Lager für die Früchte des Gartens. Im Backofen werden Brot, Brötchen und Baguette aus natürlichen Ausgangsstoffen gebacken. Yvonne Röder vermittelt  ihre praktischen Kenntnisse darüber gern weiter und bietet deshalb einen Tageskurs Vollkornbackwaren an. Einen Höhepunkt der Besichtigung des Gartens der Mutter von Jan Röder etwa 5 Gehminuten entfernt bildete das große U-förmige Hügelbeet.

Wieder von dort zurückgekehrt bewirtete uns Yvonne Röder mit köstlichem selbstgebackenen Brot mit Kräuterbutter, Pizza, Salat und Kuchen.

Gegen 13 Uhr konnten wir dann die Weiterfahrt nach Rossach (südlich von Coburg) zu Siegried Grell antreten. Hinter dem Haus der Familie Grell erstreckt sich ein großer Garten (etwa 7000 m³) mitten im Ort. Dort gibt es Hügelbeete, Obstbäume, Beerenbüsche, Blumenwiesen. Siegfried Grell erläuterte uns mit großem Sachverstand bei einem Rundgang die natürlichen Prinzipien bei der Gestaltung seines Permakultur-Gartens. Die Blumenwiesen bieten eine große Vielfalt an Blumen, was unter anderem wieder den Bienevölkern zu gute kommt. Der auf dieser Grundlage erzeugte Bienenhonig kann bei der Familie Grell im Direkteinkauf erworben werden. Ein vortrefflicher Imbiss im Hof des Anwesens der Familie Grell rundete diese erlebnisreiche Exkursion ab.

Bericht über die Beratung der Wendeinitiative am 7. Juli 2010

Trotz Ferienzeit und Halbfinalfußballweltmeisterschaftsspiel der deutschen Mannschaft waren etwa 30 interessierte Teilnehmer gekommen.

Zur Einstimmung zitierte Horst Liebermann aus der bemerkenswerte Rede des zurückgetretenen Bundespräsidenten Horst Köhler auf dem Weltverkehrsforum in Leipzig am 27. Mai 2010. Darin fordert Köhler unter anderem die Wiederentdeckung regionaler Wirtschaftskreisläufe und berichtet in diesem Zusammenhang in positiver Weise über die Transition Towns Initiative. Er regt in diesem Zusammenhang an, alte Seh- und Denkgewohnheiten zu hinterfragen und abzustreifen.

Anschließend berichtete Anett Gerber in ihrem sehr interessanten Vortrag von ihren Aufenthalten in der „Ökokummune“ Piantamonda im Maggiatal (Tessin/Schweiz). Die Bewohner dieses Ökobergdörfchens leben einfach und versorgen sich soweit wie möglich selbst.

Werner Müller erzählte zunächst über seine persönliche Entwicklung, um dann auf sein Projekt „Gib & Nimm“ in Stadtilm einzugehen. In diesem Kostenlosladen braucht man, wenn man dort Gebrauchsgegenstände mitnimmt, nichts zu bezahlen. Das funktioniert schon 5 Jahre, weil es auch viele Gratis-Geber gibt. (http://www.meridian-elgersburg.de)

Bei den Berichten der Arbeitsgruppen berichteten Rainer und Dorothea Gunkel unter anderem über den Besuch eines kleinen Dorfes in Estland während ihrer Urlaubsfahrt. Die gezeigten Fotos der Gärten ließen erkennen, dass dort ein hoher Selbstversorgungsgrad der Bewohner vorhanden ist.

Frau Holland-Cunz stellte die Aktivitäten der Arbeitsgruppe Energie dar: In Zusammenarbeit mit Herrn Rößger wird angestrebt, die Ausstellung „100% erneuerbare Energien“ in Suhl zu zeigen. Bei einem Gespräch mit dem Suhler OB Dr. Triebel gab dieser die Zusage, sich für eine „grüne Linie“ (Ökostromtarif) bei den Stadtwerken Suhl/Zella-Mehlis einzusetzen.

Herr Simon informierte über die Vorstellungen der AG Regiogeld, mit der Landesgartenschau in Schmalkalden 2013 den Start der praktischen Einführung des Regionalgeldes für Südthüringen zu verbinden. Kurzfristig ist auf dem regionalen Kirchentag Anfang September in Suhl ein Informationsstand über regionale Komplementärwährungen geplant.

In der anschließenden Diskussion gab es unter Anderem den Vorschlag, mit dem Ökosozialen Forum Kontakte aufzunehmen und eine Vertreter der Transition Town Bielefeld zu einem späteren Treffen der Wendeinitiative einzuladen. Zum Schluss gab es noch Informationen zu der geplanten Exkursion am 10. Juli (siehe unten) und der Besichtigung der vorgesehenen Streuobstwiese am 21. Juli 2010.