Essbare Stadt Zella-Mehlis bei Facebook

Das Projekt Essbare Stadt Zella-Mehlis ist jetzt auch bei Facebook präsent. Das soll u. a. zu einer besseren Vernetzung der für das Projekt Essbare Stadt Zella-Mehlis beitragen.

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Peak Oil-Studie der Bundeswehr

Das Zentrum für Transformation der Bundeswehr hat im August 2010 eine Studie zum Thema Peak Oil veröffentlicht. “Peak Oil – Sicherheitspolitische Implikationen knapper Ressourcen” ist die erste Teilstudie der Gesamtstudie “Streitkräfte, Fähigkeiten und Technologien im 21. Jahrhundert”. Das Papier und die darin gemachten Aussagen haben zwar einen militärischen Blickwinkel als Schwerpunkt, sind aufgrund der langfristigen und strategischen Sichtweise für nichtmilitärische Institutionen und Akteure besonders interessant. Die Studie schreibt Peak Oil einen bedeutsamen Einfluss auf unser künftiges Leben und unsere Wirtschaftsweise zu. Die Autoren empfehlen den Aufbau redundanter Strukturen zuungunsten der Effizienz aber zugunsten der Ausfallsicherheit sowie die Förderung der „Selbstorganisation von Bürgern auf lokalem Level“. Weitere Informationen und die Download-Möglichkeit unter http://peak-oil.com.

Wendeinitiative: Regionale Selbstversorgung als Weg aus der Krise

Hinter der Finanzkrise lauert die Wirtschaftskrise, genauer, die Krise des modernenen Wirtschaftens und der ihr gemäßen Lebensweise. Da werden einerseits ungebremst Ressourcen verschlungen: Mit dem „Peak Oil“ (Fördermaximum) naht das Ende des Öls, und konsequent gedacht, steht ganz selbstverständlich das Ende aller nicht regenerativen Ressourcen bevor. Andererseits wird genau dadurch der Planet in seinen lebensgrundlegenden Balancen bedroht: Die natürlichen Kreisläufe geraten ins Wanken, sei es durch klima-heizende Gase, sei es durch Fehlentwicklungen der Landwirtschaft (Monokultur, Überdüngung, Bodenauslaugung, Massentierhaltung usw.), sei es durch Chemisierung der verschiedensten Aspekte des Produzierens und Konsumierens – um nur einige Beispiele zu nennen.
Ressourcenschwund und Labilisierung der Naturkreisläufe (geradezu verniedlichend meist als Klimawandel bezeichnet) sind ein Zwillingsproblem (Rob Hopkins), sind ein – heute mehr denn je sichtbares, ja, vor Augen stehendes – Problem, das dem „Weiter-So“ den Garaus macht.
Das Herstellen von Waren um des daraus erzielbaren Geldes willen, egal ob Profit oder Arbeitslohn, bringt uns alle in die Sackgasse. Noch einmal: es geht nicht (mehr lange) weiter so.
Das alles ist begreifbar, denn es ist, wie gesagt, sichtbar.
Die radikale Konsequenz daraus hat – neben vielen anderen Ansätzen rund um den Planeten – der Kreis um den englischen Permakultur-Fachmann Rob Hopkins gezogen: Wir schauen uns an, wie das Leben NACH Ressourcenende, insbesondere zunächst nach dem Ende des Öls aussehen wird, also, wie wir dann leben können, leben müssen. Das analysieren wir, so genau es geht. Daraufhin ziehen wir die nötigen Schlüsse für die Gegenwart: Wir beginnen schon jetzt, uns auf das Leben nach dem Öl, nach den nicht regenerativen Ressourcen einzurichten. Wir bilden die für eine kommunale Selbstversorgung nötigen Strukturen und entdecken in diesem Prozeß zur eigenen Überraschung, daß die Änderungsschritte gut tun, daß sie aus wenig oder nicht bemerkten Abhängigkeiten lösen, daß sie uns freier machen und das Gefühl, ja, die Erfahrung geben, daß wir unser Leben mehr und mehr in die eigenen Hände nehmen.
Rainer Gunkel ist nach Lektüre des Buches von Rob Hopkins (Energiewende – das Handbuch. Anleitung für zukunftsfähige Lebensweisen. Verlag Zweitausendeins 2008) im Februar 2009 in den Ursprungsort der „Transition Initiative“, das südenglische Städtchen Totnes, gefahren. Die dortigen Entwicklungen haben beeindruckt und ermutigt. Totnes gab die Initialzündung: Derzeit arbeiten in mehr als 120 englischen Kommunen Wendeinitiativen. Der Funke ist auf viele andere Länder übergesprungen. In Deutschland sind Engagierte in Berlin-Friedrichshain/Kreuzberg, in Bielefeld, Emskirchen (Fürth) und Dresden bereits am Werk.

Die Wende-Initiative Suhl und Umgebung trifft sich regelmäßig am ersten Mittwoch jedes ungeraden Monats  19.00 Uhr im Bürgerhaus Zella-Mehlis.