Das Ende der Megamaschine

Am 30. Oktober 2015, 20:00 Uhr, fand in der Universität Freiburg im Kollegiengebäude 1, Hörsaal 1015 eine moderierte Lesung zum Buch Das Ende der Megamaschine mit dem Autor Fabian Scheidler statt. Der Untertitel des Buches lautet: Geschichte einer scheiternden Zivilisation. Der Berliner Autor und Journalist legt in diesem Buch  die Wurzeln der Zerstörungskräfte frei, die heute die menschliche Zukunft infrage stellen.

Die zentrale These des Buches lautet, dass wir uns in einer planetaren Krise, in einer Krise der gesamten Biosphäre, befinden. Dazu kommt eine strukturelle ökonomische Krise. Diese komplexe Krise rührt an den Fundamenten unserer Zivilisation, an der Art, wie wir wirtschaften, wie wir zusammenleben. Fabian Scheidler sieht die Ursachen dieser Krise nicht nur in der aktuellen neoliberalen Politik, sondern primär in der Entwicklung der menschlichen Gesellschaft seit 5000 Jahren. Insbesondere die gesellschaftliche Entwicklung der letzten 500 Jahre, als die „Megamachine“ entstand, ist für die aktuelle globalen Krisensituation ursächlich. Damals begann die Entwicklung einer Maschinerie, deren letzter Zweck es ist, aus Geld Geld zu machen (System der endlosen Geldvermehrung). Scheidler arbeitet als Grundstrukturen „4 Tyrannen“ (4 Formen der Macht, die diese Entwicklung bestimmten, heraus:

  1. physische Macht
  2. strukturelle Gewalt
  3. ideologische Macht
  4. Tyrannei des linearen Denkens

Scheidler nennt auch Aussstiegsmöglickeiten aus der Megamaschine, aber ohne zu behaupten, er habe dafür ein Patentrezept. Er schätzt ein, dass unwirtliche Zeiten vor uns liegen, bei denen es  darauf ankommt, wie wir damit umgehen, wie wir miteinander leben können.

Wer mehr über das Buch oder über angrenzende Themen wissen möchte, kann das Buch erwerben oder sich zum Beispiel über die Folgenden Hyperlinks informieren.

ausgewählte Hyperlinks zum Thema:

eine weitere Rezension

www.megamaschine.org

Interview mit dem Autor

www.kontext-tv.de

 

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